Wir schwitzen, wir triefen und wir bezeichnen uns nur noch als "existent" anstatt "lebend"...
Alles, was Flüssigkeit enthält bekommt komische Formen, das Stück Käse ist 3 min nachdem man es aus dem Kühlschrank genommen hat zum Brotaufstrich geworden, die Ameisen flüchten von draußen nach drinnen, der Kampf um's kalte Wasser zum Duschen beginnt, der PC wird langsamer und langsamer und man fragt sich, wo man an seinem Körper eigentlich nicht schwitzen kann!
So kitzeln die rinnenden Schweißtropfen von früh bis spät und die 24 Stunden Sauna machen jegliche geistige Aktivität zu nichte, geschweige denn von körperlichen Aktivitäten. Ich freue mich sehr, dass ich gestern meinen letzten Tag im Orange City Hospital hatte - da ich nun nicht mehr mittags bei gefühlten und zum Teil auch echten 50°C durch die Mittagssonne nach Hause radeln muss.
Meine derzeitige Lieblingsbeschäftigung ist entweder kalten, süßen Kaffee im nahegelegenen Café Coffee Day trinken zu gehen. Koffein und Zucker zum Stabilisieren des Kreislaufes - doch leider finanziell etwas anspruchsvoll, da Coffee Day ein modernes Franchise-Unternehmen mit nahezu deutschen Preisen ist. Andere Möglichkeit: bei meiner täglichen Ration von mindestens 4 Litern gekühltem Wasser vor dem Cooler oder Klimaanlage zu hocken.
Ja, es ist schon etwas anstrengend zur Zeit... :-)
In dem Zusammenhang möchte ich euch unbedingt auf den Blog von Sven, dem Microfinance-Volunteer des Sangams, aufmerksam machen. Er hat nämlich in der brütenden Hitze einen Text verfasst, der sehr bezeichnend für unsere derzeitige Existenz-Situation ist.
Wenn ihr euch also im Detail vorstellen möchtet, wie wir zur Zeit "existieren" - lest einfach diesen Text! Sehr zu empfehlen, es trifft die Lage auf den Punkt!
Ich sage nur, die Klobrille ist schon vorgewärmt, aber niemand saß vorher drauf...
In diesem Sinne: http://indiannumbers.com/blog/48c/#more-288